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Die Ziege oder Wer ist Sylvia (2010)
"Edward Albee spiegelt auch die heutige Sprache, die hervorquillt, wenn es den Menschen,
wohlsituierten Bürgern in diesem Fall, die Sprache verschlägt. Im Gegensatz zu
anderen tut Albee jedoch nichts zum Selbstzweck. Er nutzt das Tabu-Thema, die Scheußlichkeit,
um zur Wahrheit vorzudringen. Karin Bares wiederum bietet mit ihren hervorragenden vier
Schauspielern eine atemberaubende theatrale Gratwanderung am Rande des Lächerlichen über dem
Schlund des Entsetzens. Und kein Absturz ins Peinliche(...)Die spannenden Dialoge schälen nun
schmerzhaft das heraus, worum es wirklich geht: nicht eine perverse Verfehlung eines sonst
anständig strebenden Mannes, sondern den wüsten, vollkommen unvorbereiteten Einbruch des
Ungeheuerlichen in den klugen und durchaus mühsamen Lebensaufbau eines vernünftigen, bisher
überlegenen Paares, das sich zärtlich hegte und pflegte.(...)Die am Landestheater erstmals zu
erlebende Doris Prilop fesselt mit ihrer intensiven, nuancenreichen, dabei natürlich wirkenden
Verkörperung der geschockten Ehefrau, deren tapferes Bemühen um ein gutes, wohlgeordnetes Leben
ad absurdum geführt wird.
(Coburger Tageblatt)
"Doris Prilop leistet Schwerstarbeit - psychisch, indem sie dem auf Abwege Geratenen Kontra gibt,physisch, indem sie ihm den Feine-Leute-Hausrat vor die Füße töppert. Regisseurin Karin Bares
erspart uns nichts, mildert den stärksten Toback aber immer wieder durch eine Prise wohltuenden
Humors."
(Nordbayerischer Kurier)
"Mit dem Intellekt lässt sich also dieses neue Albee-Stück und auch die Coburger Inszenierung
mit seinen großartig agierenden Darstellern als ein Stück modernen, vielleicht sogar absurden
Theaters begreifen.(...) Helmut Jakobi vermag dem Architekten Martin alle Facetten des abnorm
Liebenden, des Isolierten und des Gescheiterten fulminant Ausdruck zu
verleihen. In nichts steht ihm die Gastschauspielerin Doris Prilop als Stevie nach, die als
erschütterte Frau in den In-Fight mit ihrem Ehemann tritt."
(Neue Presse)

© Margareta Gulich
Das Doppelte Lottchen (2009/2010)
"Im Theater der Jugend, wo Markus Felkel das "Lottchen" nun für die Bühne inszeniert hat,
kann man sich nur wundern, wie zeitgemäß das Stück ist. Schon damals wurden Kinder zu
Frustessern und Nägelbeißern, wenn Mama und Papa beschlossen, nicht mehr zusammen zu leben.
Dennoch herrscht hier ein fröhlicher, optimistischer Grundton, der am Ende in einer Hochzeit - wenn auch nicht in der der Eltern - gipfelt."
(Kurier)
"Ein heiter-unterhaltsames Spiel, in dem sich gerade in diesen Zeiten, in denen "Patchwork"
immer mehr zum dominierenden Familienmodell wird, Anknüpfungspunkte zuhauf finden. Jubel!"
(Kronenzeitung)
"...eine hinreißend komödiantische Farce..."
(Wiener Zeitung)
"Pilar Aguilera und Doris Prilop sind wahrhaft skurrile Pfadfinderführerinnen!"
(Presse)

© Rita Newman
Der Zerbrochene Krug (2009)
"Folke Braband hat das Lustspiel "Der Zerbrochene Krug" mit viel Tempo, Witz und Präzision für die
Freilichtbühne im Kreuzgang inszeniert(....)Doris Prilop als Frau Brigitte riecht den Teufel wohl in
jedem Mann und fühlt sich sichtlich wohl dabei. Bleich, dürr und hexisch genießt sie ihre
Schilderung des Pferdefüßigen(...)
Folke Brabands konzentriert-kammerspielartige Inszenierung lässt das Publikum tief in menschliche
Abgründe blicken - Gier und Neid, Triebe und Lügen, alles dabei - führt Dummheit und Verblendung
vor. Sehr heutig ist das, trotz der altertümlichen Kostüme, sehr unterhaltsam außerdem:
ein ebenso komisches wie kluges Stück Sommertheater.
(Fränkische Landeszeitung)
"Mit Frau Brigitte wird es eine ganz schillernde, eigentlich gar nicht ins Dorf passende Gestalt
mit recht abgedrehten Zügen sein, die mit dem Fund der richterlichen Perücke und dem Verweis auf
einen wie teuflisch deformierten Fuß den Verdacht endgültig auf den so beschädigten Adam lenkt.
Doris Prilop glänzt in dieser Rolle(...)"
(Nürnberger Nachrichten)
"Regisseur Folke Braband bringt den Kleistīschen Lustspielklassiker zügig, in sich stimmig
unterhaltsam und mit Witz auf die Bühne...
Doris Prilop als Zeugin Brigitte begeistert(...)
(WochenZeitung Dinkelsbühl)

Foto: Forster
Danny oder Die Fasanenjagd (2008)
"Herzhafte Buh-Rufe irritierten einzelne Schauspieler beim Schlussapplaus im Wiener
Renaissancetheater. Am Freitag war das kundgetane Missfallen jedoch Beweis für die glaubwürdige
Umsetzung der Rollen - als Bösewichte (...) Lacher erntete der unmittelbare Austausch zwischen
Bühnengeschehen und Publikum: Ein Schnellkurs zum Jagdtreiber ist ebenso beliebt wie clowneske
Schauspieleinlagen im Schulzimmer oder im Hühnerstall"
(Standard)
"...Nachts erwacht aber im tagsüber verantwortungsbewussten Vater der Lockruf des Wilderers.
Alle lieben ihn trotzdem (...) - nur nicht Mr. Victor Hasel (Torsten M. Krogh), welcher dem Vater
mit der zum Fürchten strengen Fürsorgerin (Doris Prilop) zu Leibe rückt (...) Die mitreißende Musik
von Klaus Erharter passt perfekt zur Inszenierung von Ulrike Jackwerth: Sie setzte mit viel Gespür
in Szene"
(Kronenzeitung)
"Mit Schwung und Augenzwinkern hat Ulrike Jackwerth Roald Dahls skurrile Geschichte von
"Danny oder Die Fasanenjagd" fürs Theater der Jugend in der Neubaugasse inszeniert. Lässt die jungen
Zuseher durch Trampeln und Klatschen das Erlegen der Fasane verhindern und auch sonst keine
Langeweile aufkommen (...) Gute Unterhaltung für Kinder von 6 bis 70"
(Kurier)

© R.Newman
Antigone (2008)
"Sophokles' (und Jean Anouihls) "Antigone" mit ihrem Zwang wird zum Opfer einer diktatorischen
Macht und der Geilheit der Medien nach Skandalen: Im Theater im Zentrum erweist sich das als
packender Stoff, aus dem moderne Theaterabende gemacht sind.(...)
Eine dichte Aufführung lang wird im platten Zeitton nach dem Sinn gefragt- von der schicken und
natürlich redseligen Moderatorin Chora in Geist und Seele gebohrt. Doris Prilop macht das in
bester, emsiger Arabella-Kiesbauer-Manier: auf Quotenjagd und bei Katastrophen leicht echauffiert."
(Kronenzeitung)
"Folke Braband (...) demaskiert in diesem einstündigen Spiel schonungslos eine Gesellschaft,
die meint, dass man doch über alles reden kann und dabei buchstäblich das Leben und letztendlich
auch den Tod "zerredet". Man würden Seiten brauchen, um die vielen faszinierenden Details dieser
bravourösen Produktion, die (...) im Theater im Zentrum zu sehen ist und einem die Begegnung mit
einem brillanten Darstellerquartett beschert, aufzuzählen"
(Wiener Zeitung)

© R. Newman
Saure Nierchen (2007)
"Das ist eine wirklich schräge Mischung aus Tingeltangel, Kalau, Krimi-Groteske, Nummern-Revue und
Musik von manchmal direkt Kurt Weil'schem Ausmaß - also, ich fand's ... ziemlich erstaunlich,
nicht zuletzt, weil man hier augenzwinkernd aus der Not eine witzige Tugend macht,
mit viel Einfallsreichtum die Bühne bis ins Parkett ausgedehnt hat und sich selbstironisch
immer wieder auf den nicht vorhandenen Teppich holt.
(RBB Vorhang auf)
"Saure Nierchen" hat das Potenzial zu einem Kultstück. Das von der Tribüne als "Westberliner Operette"
beworbene komödiantische Schau-, Tanz- und Singspiel ist gewissermaßen die Antwort auf Jacques
Offenbachs "Pariser Leben"... Man kann dem Stück nur viele Zuschauer, viele Aufführungen und
jenes lange Leben wünschen, das aus einer geglückten Arbeit erst ein Epoche prägendes
Kultereignis macht. Die Inszenierung hat alle Anlagen dafür. "
(Neues Deutschland)

© T.Grünholz
Die sexuellen Neurosen unserer Eltern (2006/2007)
"Mag sein, dass die kritische Message von Bärfuß' parabelhaft groteskem Schauspiel bei der Baseler Uraufführung vor ein paar Jahren etwas überschätzt wurde. An der Tribüne wird
das kleine Stück jetzt aber, in Bernd Mottls rascher Inszenierung zu einem munteren Spielvergnügen."
(Berliner Morgenpost)
"Auf ironische, pointierte Weise offenbart die Inszenierung gesellschaftliche Zwänge, Verbote und
Lügen, ohne dass eine der Figuren in eine eindeutige Täter- oder Opferrolle gedrängt wird...
(Märkische Allgemeine)

© T.Grünholz
Held Müller (2006/2007)
"Peter Lund und Komponist Thomas Zaufke haben der Neuköllner Oper ein Anti-Musical geschenkt,das die Bemühungen der großen Opernhäuser ums
Zeitgenössische altbacken aussehen lässt...Doris Prilop führt hingebungsvoll die Infotainment-Idiotie vor...Neuköllns Oper hat mal wieder voll
ins Schwarze getroffen."
(Morgenpost)
"Peter Lunds "deutsches Musical" hätte das Zeug zum satirischen Gesellschaftsportrait der Oberätzklasse. Thomas Zaufke liefert eingängig
ironische Rhythmen dazu, die Texte bohren eiterspritzend in den Geschwüren der neolieberal getunten Medienrepublik herum und ein blendend
aufgelegtes Ensemble liefert punktgenaue Porträts aus allen Schichten des Winner und Looser Panoptikums."
(zitty Stadtmagazin)
"...ein finsteres Vergnügen, treffend in den Dialogen, aussichtslos in seiner Moral...und das Stück(Inszenierung: Bernd Mottl) bleibt trotzdem vergnüglich
wegen seines ausnahmslos erstklassigen Ensembles..."
(Berliner Zeitung)
"Keine Frage, "Held Müller" ist ein ausgesprochen aktuelles und wahrhaft "deutsches Musical"...und garantiert ein Hit..."
(taz)
"Thomas Zaufkes Musik klingt virtuos zusammengemüllt aus Trailern Teasern und Dalli-Dalli-Schrott... Im Drunter und Drüber dieser Flachwelt
kehren die Sänger den Superstar heraus. Doris Prilop als Infotainment-Tussi mit Sinnkrise, Dagmar Biener in ihrem Neukölln-Debut und Franziska Becker
als ruchlose Abwicklungsspezialistin sind Pop gewordene Triumphe eines beinharten Verdrängungswettbewerbs."
(Kulturradio)

© M.Heyde
Cox & Box(2006)
"Die drei prächtigen Spaßvögel Doris Prilop(Eva, stets mit Staubwedel), Christoph Michael Schüchner(Cox, gern mit Bratpfanne) und Alexander Mildner
(Box, nie mit Inspiration) singen und spielen herzerfrischend albern und mit so gekonntem wie gebührendem Unernst. Zwar
bezeichnen sie das Leben im fröhlichen Revuefinale als Bullshit, aber was sie servieren, ist zum Glück ein deftig-komischer
Leckerbissen-unbedingt zum Anbeissen."
(tip-magazin Berlin)
"...die wunderbar spielende und singende Doris Prilop, die mit Deutschland-Staubwedel, enger Bluse und Teddypuschen über die Bühne fegt..."
"...ein absurdes, amüsantes und hinreißend trashiges "Hauptstadtmärchen" "
(Kieler Nachrichten)

© M.Heyde
Doppeltüren(2005)
"Das Ensemble nahm gestern zu Recht die beiden Frauen in die Mitte, die den Witz und den Irrwitz der Geschichte vor allem vorantreiben:Magdalene Artelt
als auftrumpfende und später gar nicht mehr so selbstsicher Domina und Doris Prilop als gewiefte und elegant manövrierende
Millionärsgattin in der heutigen Gegenwart, die eigentlich schon Verganheit ist, aber irgendwie auch noch Zukunft"
(Kulturradio)
"Die quirlige Zeitreise-Komödie besticht mit Doris Prilop an der Spitze durch kompetente Frauenpower."
(Märkische Oderzeitung)
"...zwei wunderbare Hauptdarstellerinnen..."
(Tagesspiegel)
"Wundervoll ist Doris Prilop als zweite Frau Ruella, die trotz ihrer selbstbewussten Art so etwas wie Zeitreisen erst einmal begreifen muss."
(Oranienburger Generalanzeiger)

© T.Grünholz

Harold und Maude(2005)
"Die Mutter Harolds, Mrs. Chasen, ist mit Doris Prilop geradezu ideal besetzt, ihre gesteltzten Attitüden,
ihr gesellschaftlich überzogener Habitus und ihre blitzschnellen sprachlichen und mimischen Reaktionen sind eine Augenweide."
(Theaterkritiken.de)

© T.Grünholz